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Inhalt:
Es war am ersten Advent. Wie jedes Jahr trafen sich die Weihnachtsmänner in einer verschneiten Blockhütte in den Bergen, um Strohsterne zu basteln und die Arbeit für den Heiligen Abend aufzuteilen. Aber diesmal sollte alles ganz anders werden …
Rezension von Michaela aus dem Krimi-Forum:
Vertretungsweihnachtsmänner hat es zu allen Zeiten gegeben (Tiere jeglicher Art waren dabei, kleine, große, ja schon von einem Osterhasen-Weihnachtsmann hat man gelesen), nie jedoch war eine Aushilfe passender in Aussehen und Charakter als dieses unglaublich sympathische Schwein. Völlig überraschend aufgrund der Erkrankung eines Weihnachtsmannes engagiert, kommt das Schwein ohne Eigennamen nach kurzer Einarbeitung seinen neuen Pflichten so hervorragend nach, dass es bei allen Beschenkten einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Und der stellt sich zweifelsohne auch bei den Hörern der CD ein - schon nach den ersten Takten des ersten Songs übermannt Klein und Groß der unwiderstehliche Drang, in das "Grüss Gott, ich bin ein Schwein!" einzufallen. Nicht anders und doch völlig unterschiedlicher Natur die Gefühle beim zweiten Lied: Die eingängige Melodie verführt einerseits zum Mitsingen, jagt aber durch ihren feierlichen Charakter eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken des Zuhörers. So greifbar ist die Verzauberung des Schweins angesichts seines ersten Weihnachtsbaums, dass sie auch jenseits der Lautsprecher mit einer Andacht einhergeht, wie man sie sonst nur in der Kirche verspürt, wenn tausend Kerzen das Schiff erleuchten und die Streicher in völliger Harmonie ihren Klang ertönen lasse.
Die obwohl schon so oft gehörten und dennoch nie abgenutzten Takte von Bachs "Air" tun dazu natürlich ein übriges - selbst oder vielleicht gerade weil sie statt von einem Orchester mit der reinen Kraft der Stimme dargeboten werden. Kein Wunder dass die Interpreten, die a cappella Band 6-Zylinder, so gefragt sind, dass ihre Tourneen sie bis nach Australien führen. Und so hat jeder der sechs Songs seine unverwechselbare Note - perfekt ergänzt durch die oftmals witzigen Texte, die auch schon die ganz Kleinen begeistern. Denen man im übrigen die Geschichte problemlos vorspielen kann - durch ihre überschaubare Gesamtlänge von 25 Minuten wird eine Überforderung verhindert und die Konzentrationsfähigkeit erhalten.
Perfekt ergänzt wird die CD, die vom Verband deutscher Musikschulen, dem Bundesministerium für Familie, Jugend und Sport und dem WDR den Leopold 2001 erhielt, übrigens vom gleichnamigen Buch der Edition Conbrio, in dem sich neben der vollständigen Geschichte und den amüsanten Zeichnungen von Autor Jörg Hilbert auch sämtliche Lieder mit Text und Noten finden.
Unser Tip: Unbedingt die Hörprobe auf www.schweinachtsmann.de (erster Stern von links - "CD") - anklicken! Dort kommt man nämlich nicht nur in den Genuss eines der von Felix Janosa so trefflich komponierten und von den 6-Zylindern ebenso perfekt ausgeführten Songs. Sondern man kann sich auch einen kleinen Teil der Geschichte anhören - natürlich erzählt von Fritz Stavenhagen, dessen unverwechselbar sonorige Stimme sämtliche Hilbert/Janosa - Produktionen akustisch zum Leben erweckt.
Fazit: Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Produkt - und das nicht nur zur Weihnachtszeit!
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