|
Inhalt:
"Ein königlicher Weihnachtsgruß zur gefälligen Kenntnisnahme!", verkündete Hofschreiber Ratzefummel. "Unser in seiner unvergleichlichen Weisheit so schlau erklugter König Bleifuß der Verbogene lässt wissen, dass er den allgemeinen Verfall der Weihnachtssitten herzlich beklagt. Um dem entgegenzuwirken, fordert er seine Ritter auf, mit gutem Beispiel voranzugehen und auf ihren Burgen vorbildliche Weihnachten zu veranstalten." Vorbildliche Weihnachten? Was ist damit bloß gemeint? Zum Entsetzen von Ritter Rost, Burgfräulein Bö und Koks meint Tante Gitta Rost den drei Burgbewohnern auf die Sprünge helfen zu müssen. Ob das noch ein gemütliches Weihnachtsfest wird? Na, wir werden sehen …
Rezension von Michaela aus dem Krimi-Forum:
Seit 1994 treibt er sein Unwesen im Fabelwesenwald und noch ist (zum Glück) kein Ende in Sicht: Der unvergleichliche Ritter Rost mit seinen Gefährten, dem Burgfräulein Bö (die alles wesentlich besser kann als ihr großmäuliger, aber dennoch liebenswerter Mitbewohner), ihrem sprechenden Hut, Feuerstuhl dem Pferd und dem kleinen Drachen Koks, dem Liebling aller Kinder. Und nun bietet die muntere Gesellschaft (zu der sich Ratzefummel, der Hofschreiber, Tante Gitta Rost, Strickliesel Grafin Schreck von der Schraube, der Abenteurer Redeblech van der Pieke, der Dichter Flexameter, Roxy Ascheimer, der singende swingende Alleinunterhalter und natürlich König Bleifuß gesellen) im vorliegenden siebten Band sogar jahreszeitengemäße Unterhaltung.
Turbulent sind die Vorbereitungen für ein "vorbildliches Weihnachtsfest" - und wie nicht anders zu erwarten geht alles schief, was schief gehen kann, was aber natürlich nichts an dem ebenfalls vorhersehbaren und sehr willkommenen Happy End ändert. Die Geschichte, vollgepackt mit ebenso skurrilen wie lustigen Einfällen und entsprechenden Formulierungen (die auch zur Erheiterung anspruchsvoller Erwachsener beitragen), wird wie alle Ritter Rost Abenteuer zu Gehör gebracht von der sonoren Stimme Fritz Stavenhagens und ergänzt durch die farbenfrohen Zeichnungen von Autor Jörg Hilbert, deren Details auch beim fünften Durchlesen noch Vergnügen bereiten.
Doch natürlich wäre kein Ritter Rost vollkommen ohne die unvergleichliche Musik von Felix Janosa. Jeder Song ein Ohrwurm - mal bluesig, mal gerappt, mal ganz im Stil der Italo-Klassiker aus den Fünfzigern und nicht zu vergessen die ganz großen Nummern, in denen sich sämtliche Figuren einbringen können.
Wieder einmal also ein Werk aus der erprobten Feder von Hilbert / Janosa, das Groß und Klein gleichermaßen begeistert (ob nun bei klirrender Kälte unterm Baum oder bei sommerlichen Temperaturen am Pool) - wobei der Genuß sicherlich noch erhöht wird, lässt man sich von den Plätzchen-Weihnachtsrezepten von Oma Rost, die ebenfalls im Buch enthalten sind, inspirieren.
|