Weihnachtslieder

Bei allen christlichen Völkern gibt es sie in großer Zahl. Die ältesten deutschen Weihnachtslieder wurden schon im 11.-14. Jahrhundert aufgezeichnet. Die heute volkstümlichsten Weihnachtslieder entstanden meist erst im 18. und 19. Jahrhundert.

Die Texte und Melodien wurden uns freundlicherweise von pfeil www.ingeb.org zur Verfügung gestellt. Dort könnt ihr euch im Übrigen auch die Noten anschauen.

 

pfeil Alle Jahre wieder

pfeil Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

pfeil Es ist ein Ros entsprungen

pfeil Fröhliche Weihnacht! Überall

pfeil Haidschi bumbaidschi

pfeil Ihr Kinderlein, kommet

pfeil In meinem kleinen Apfel

pfeil Kling, Glöckchen, klingelingeling

pfeil Laßt uns froh und munter sein

pfeil Leise rieselt der Schnee

pfeil Morgen, Kinder, wird's was geben

pfeil Morgen kommt der Weihnachtsmann

pfeil O du fröhliche

pfeil O Tannenbaum, O Tannenbaum
pfeil Still, still, still, weil's Kindlein schlafen will

pfeil Stille Nacht! Heil'ge Nacht

pfeil Süßer die Glocken nie klingen

pfeil Vom Himmel hoch

Alle Jahre wieder



Alle Jahre wieder
Kommt das Christuskind
Auf die Erde nieder,
Wo wir Menschen sind

Kehrt mit seinem Segen
Ein in jedes Haus
Geht auf allen Wegen
Mit uns ein und aus.

Steht auch mir zur Seite
Still und unerkannt,
Daß es treu mich leite
An der lieben Hand.

Text: Wilhelm Hey (1789 - 1854)

Melodie: Friedrich Silcher (1789 - 1860)
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Am Weihnachtsbaume



Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
Wie glänzt er festlich, lieb und mild,
Als spräch' er: "Wollt in mir erkennen
Getreuer Hoffnung stilles Bild."

Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
Das Auge lacht, es lacht das Herz,
O fröhlich, seliges Entzücken,
Die Alten schauen himmelwärts.

Zwei Engel sind hereingetreten,
Kein Auge hat sie kommen sehn,
Sie gehn zum Weihnachtsbaum und beten
Und wenden wieder sich und gehn.

"Gesegnet seid ihr alten Leute,
Gesegnet sei du kleine Schar !
Wir bringen Gottes Gaben heute
Dem braunen wie dem weißen Haar !"

"Zu guten Menschen, die sich lieben,
Schickt uns der Herr als Boten aus,
Und seid ihr treu und fromm geblieben,
Wir treten wieder in dies Haus !"

Kein Ohr hat ihren Spruch vernommen
Unsichtbar jedes Menschen Blick
Sind sie gegangen wie gekommen,
Doch Gottes Segen bleibt zurück.


Gustav Hermann Kletke (1813 - 1886)
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Es ist ein Ros entsprungen



Es ist ein Ros entsprungen
Aus einer Wurzel zart.
Wie uns die Alten sungen,
Aus Jesse kam die Art
Und hat ein Blümlein bracht,
Mitten im kalten Winter,
Wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein das ich meine,
Davon Jesaias sagt:
Maria ist's, die Reine,
Die uns das Blümlein bracht.
Aus Gottes ew'gen Rat
Hat sie ein Kind geboren
Wohl zu der halben Nacht.

Das Bümelein so kleine,
Das duftet uns so süß,
Mit seinem hellen Scheine
Vertreibt's die Finsternis.
Wahr' Mensch und wahrer Gott,
Hilf uns aus allem Leide,
Rettet von Sünd' und Tod.

O Jesu, bis zum Scheiden
Aus diesem Jammertal
Laß Dein Hilf uns geleiten
Hin in den Freudensaal,
In Deines Vaters Reich,
Da wir Dich ewig loben.
O Gott, uns das verleih.


kirchliches Weihnachtslied aus dem 16. Jahrhundert
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Fröhliche Weihnacht! Überall



Fröhliche Weihnacht! überall
Tönet durch die Lüfte froher Schall.
Weihnachtston, Weihnachtsbaum,
Weihnachtsduft in jedem Raum!

Fröhliche Weihnacht! überall
Tönet durch die Lüfte froher Schall.
Darum alle stimmet ein
In den Jubelton,
Denn es kommt das Licht der Welt
Von des Vaters Thron.

Fröhliche Weihnacht! . . . .

Licht auf dunklem Wege,
Unser Licht bist du,
Denn du führst , die dir vertraun,
Ein zur sel'gen Ruh.

Fröhliche Weihnacht! . . . .

Was wir andern thaten,
Sei gethan für dich!
Daß ein jedes singen kann:
Christkind kam für mich.


volkstümliches Weihnachtslied
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Haidschi bumbaidschi



Abba Haidschi bumbaidschi schlaf lange,
Es ist ja dei Muetter ausgange,
Sie ist ja ausgange
Und kummt lang net hoam,
Und läßt dös kloa Büabel alloa net dahoam.

Abba Haidschi bumbaidschi,
Bum, bum, bum, bum,
Abba Haidschi bumbaidschi, bum bum.

Abba Haidschi bumbaidschi schlaf süeße,
Die Engelein lasse di grüeße,
Sie lasse di grüeße
Und lass'n di frag'n,
Ob sie dös kloa Büeblei umanander soll'n trag'n.

Abba . . . .

Aber Haidschi Bumbaidschi, in Himm'l
Da fahrt di a schneeweißer Schimm'l,
Drauf sitzt a kloans Engli
Mit oaner Latern,
Drein leicht vom Himmel der allerschenst Stern,

Abba . . . .

Und der Haidschi bumbaidschi is kumma,
Und er hot ma mei Büeblei mitgnumma,
Und er hot mir's mitgnumma
Und hot's nimma bracht,
Drum wünsch ich meim Büeblei a recht guete Nacht.

Abba . . . .



Österreichische Volksweise
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Ihr Kinderlein kommet



Ihr Kinderlein, kommet,
O kommet doch all!
Zur Krippe her kommet
In Bethlehems Stall.
Und seht was in dieser
Hochheiligen Nacht
Der Vater im Himmel
Für Freude uns macht.

O seht in der Krippe
Im nächlichen Stall,
Seht hier bei des Lichtes
Hellglänzendem Strahl,
In reinliche Windeln
Das himmlische Kind,
Viel schöner und holder,
Als Engelein sind.

Da liegt es, ihr Kinder,
Auf Heu und auf Stroh,
Maria und Josef
Betrachten es froh,
Die redlichen Hirten
Knien betend davor,
Hoch oben schwebt jubelnd
Der Engelein Chor.

O beugt, wie die Hirten,
Anbetend die Knie,
Erhebet die Händchen
Und betet wie sie!
Stimmt freudig, ihr Kinder -
Wer soll sich nicht freun?
-Stimmt freudig zum Jubel
Der Engelein ein!

Was geben wir Kinder,
Was schenken wir dir,
Du bestes und liebstes
Der Kinder, dafür?
Nichts willst du von Schätzen
Und Reichtum der Welt,
Ein Herz nur voll Demut
Allein dir gefällt.

 

Text: Christoph von Schmid (1768 - 1854)

Melodie: Johann Abraham Peter Schulz (1747 - 1800)
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In meinem kleinen Apfel



In meinem kleinen Apfel,
Da sieht es lustig aus:
Es sind darin fünf Stübchen
Grad wie in einem Haus.

In jedem Stübchen wohnen
Zwei Kernchen schwarz und fein,
Die liegen drin und träumen
Vom lieben Sonnenschein.

Sie träumen auch noch weiter
Gar einen schönen Traum,
Wie sie einst werden hängen
Am lieben Weihnachtsbaum.



Text: Else Fromm

Melodie: Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791)
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Kling Glöckchen



Kling, Glöckchen, klingelingeling!
Kling, Glöckchen, kling!
Laßt mich ein, ihr Kinder!
Ist so kalt der Winter!
öffnet mir die Türen!
Laßt mich nicht erfrieren!
Kling, Glöckchen, klingelingeling!
Kling, Glöckchen, kling!

Kling, Glöckchen, klingelingeling!
Kling, Glöckchen, kling!
Mädchen, hört, und Bübchen,
Macht mir auf das Stübchen!
Bringt euch viele Gaben,
Sollt euch dran erlaben!
Kling, Glöckchen, klingelingeling!
Kling, Glöckchen, kling!

Kling, Glöckchen, klingelingeling!
Kling, Glöckchen, kling!
Hell erglühn die Kerzen,
öffnet mir die Herzen,
Will drin wohnen fröhlich,
Frommes Kind, wie selig!
Kling, Glöckchen, klingelingeling!
Kling, Glöckchen, kling!



Text: Karl Enslin (1814 - 1875)

Melodie: volkstümlich
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Lasst uns froh und munter sein



Laßt uns froh und munter sein
Und uns recht von Herzen freu'n!
Lustig, lustig, trallerallera,
|: Bald ist Nikolausabend da! :|

Bald ist uns're Schule aus,
Dann zieh'n wir vergnügt nach Haus.
Lustig, lustig, . . . . .

Dann stell ich den Teller auf,
Niklaus legt gewiß was drauf,
Lustig, lustig, . . . . .

Steht der Teller auf dem Tisch,
Sing ich nochmals froh und frisch:
Lustig, lustig, . . . . .

Wenn ich schlaf, dann träume ich:
Jetzt bringt Niklaus was für mich.
Lustig, lustig, . . . . .

Wenn ich aufgestanden bin,
Lauf ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, . . . . .

Niklaus ist ein guter Mann,
Dem man nicht g'nug danken kann.

Lustig, lustig, . . . .

Josef Annegarn (1794 - 1843)
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Leise rieselt der Schnee



Leise rieselt der Schnee,
Still und starr liegt der See,
Weihnachtlich glänzet der Wald
Freue dich, 's Christkind kommt bald!

In den Herzen ist's warm,
Still schweigt Kummer und Harm.
Sorge des Lebens verhallt,
Freue dich! 's Christkind kommt bald!

Bald ist heilige Nacht,
Chor der Engel erwacht,
Horch nur, wie lieblich es schallt,
Freue dich, 's Christkind kommt bald!

's Kindlein, göttlich und arm,
Macht die Herzen so warm,
Strahle, du Stern überm Wald,
Freue dich, s'Christkind kommt bald!

 

Eduard Ebel (1839 - 1905)
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Morgen Kinder, wirds was geben



Morgen, Kinder, wird's was geben,
Morgen werden wir uns freu'n!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
Wird in unsrem Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
Heissa, dann ist Weinachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
Von der großen Lichterzahl!
Schöner als bei frohen Tänzen
Ein geputzter Kuppelsaal!
Wißt ihr noch, wie voriges Jahr
Es am Heiligen Abend war?

Wißt ihr noch die Spiele, Bücher
Und das schöne Schaukelpferd,
Schöne Kleider, woll'ne Tücher,
Puppenstube, Puppenherd?
Morgen strahlt der Kerzen Schein,
Morgen werden wir uns freu'n.

Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit dem Herdchen
Und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
Mit der gelben Violin?

Wißt ihr noch den großen Wagen
Und die schöne Jagd von Blei?
Unsre Kinderchen zum Tragen
Und die viele Nascherei?
Meinen fleiß'gen Sägemann
Mit der Kugel unten dran?

Welch ein schöner Tag ist morgen!
Neue Freuden hoffen wir.
Unsere guten Eltern sorgen
Lange, lange schon dafür
O gewiß, wer sie nicht ehrt
Ist der ganzen Lust nicht wert.

 

Text: Martin Friedrich Philipp Bartsch (1770 - 1833)

Melodie: Carl Gottlieb Hering (1766 - 1853)
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Morgen kommt der Weihnachtsmann



Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben,
Trommel, Pfeife und Gewehr,
Fahn und Säbel und noch mehr,
Ja ein ganzes Kriegesheer,
Möcht' ich gerne haben.

Bring' uns, lieber Weihnachtsmann,
Bring' auch morgen, bringe
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier,
Roß und Esel, Schaf und Stier,
Lauter schöne Dinge.

Doch du weißt ja unsern Wunsch,
Kennest unsere Herzen.
Kinder, Vater und Mama
Auch sogar der Großpapa,
Alle, alle sind wir da,
Warten dein mit Schmerzen.



Text: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)

Melodie: französische Volksweise
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O du fröhliche



O du fröhliche,
O du selige,
Gnadenbringende Weihnachtszeit.
Welt ging verloren,
Christ ward geboren,
Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche,
O du selige,
Gnadenbringende Weihnachtszeit.
Christ ist erschienen,
Uns zu versühnen,
Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche,
O du selige,
Gnadenbringende Weihnachtszeit.
Himmlische Heere
Jauchzen Dir Ehre,
Freue, freue dich, o Christenheit!



Text: Johannes Daniel Falk (1768 - 1826)

Melodie: sizilianische Volksweise
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O Tannenbaum



O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Wie treu sind deine Blätter.
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
Nein auch im Winter wenn es schneit.
O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Wie grün sind deine Blätter!

O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Du kannst mir sehr gefallen!
Wie oft hat schon zur Winterszeit
Ein Baum von dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
Gibt Mut und Kraft zu jeder Zeit!
O Tannenbaum, O Tannenbaum,
Dein Kleid will mich was lehren.



Text: Volksweise aus dem 16. Jahrhundert, mehrfach umgedichtet

Melodie: deutsche Volksweise
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Still, still, still, weils Kindlein...



Still, still, still,
Weil's Kindlein schlafen will.
Die Englein tun schön jubilieren,
Bei dem Kripplein musizieren.
Still, still, still,
Weil's Kindlein schlafen will.

Schlaf, schlaf, schlaf,
Mein liebes Kindlein schlaf!
Maria tut dich niedersingen
Und ihr treues Herz darbringen.
Schlaf, schlaf, schlaf,
Mein liebes Kindlein schlaf!

Groß, groß, groß,
Die Lieb' ist übergroß.
Gott hat den Himmelsthron verlassen
Und muß reisen auf der Straßen.
Groß, groß, groß,
Die Lieb' ist übergroß.

Auf, auf, auf,
Ihr Adamskinder auf!
Fallet Jesum all zu Füßen,
Weil er für uns d'Sünd tut büßen!
Auf, auf, auf,
Ihr Adamskinder auf!

Wir, wir, wir,
Wir rufen all zu dir:
Tu uns des Himmels Reich aufschließen,
Wenn wir einmal sterben müssen.
Wir, wir, wir,
Wir rufen all zu dir.



Salzburger Volksweise
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Stille Nacht! Heilge Nacht



Stille Nacht! Heil'ge Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
Nur das traute heilige Paar.
Holder Knab' im lockigten Haar,
|: Schlafe in himmlischer Ruh! :|

Stille Nacht! Heil'ge Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb' aus deinem göttlichen Mund,
Da uns schlägt die rettende Stund'.
|: Jesus in deiner Geburt! :|

Stille Nacht! Heil'ge Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
Aus des Himmels goldenen Höhn,
Uns der Gnaden Fülle läßt sehn,
|: Jesum in Menschengestalt! :|

Stille Nacht! Heil'ge Nacht!
Wo sich heut alle Macht
Väterlicher Liebe ergoß,
Und als Bruder huldvoll umschloß
|: Jesus die Völker der Welt! :|

Stille Nacht! Heil'ge Nacht!
Lange schon uns bedacht,
Als der Herr vom Grimme befreit
In der Väter urgrauer Zeit
|: Aller Welt Schonung verhieß! :|

Stille Nacht! Heil'ge Nacht!
Hirten erst kundgemacht
Durch der Engel Alleluja,
Tönt es laut bei Ferne und Nah:
|: "Jesus der Retter ist da!" :|



Text: Joseph Franz Mohr (1792 - 1848)

Melodie: Franz Xaver Gruber (1787 - 1863)
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Süßer die Glocken



Süßer die Glocken nie klingen
Als zu der Weihnachtszeit:
's ist, als ob Engelein singen
Wieder von Frieden und Freud'.
|: Wie sie gesungen in seliger Nacht, :|
Glocken, mit heiligem Klang
Klingt doch die Erde entlang!

O, wenn die Glocken erklingen,
Schnell sie das Christkindlein hört.
Tut sich vom Himmel dann schwingen
Eilet hernieder zur Erd'.
|: Segnet den Vater, die Mutter, das Kind, :|
Glocken mit heiligem Klang,
Klingt doch die Erde entlang!

Klinget mit lieblichem Schalle
über die Meere noch weit,
Daß sich erfreuen doch alle
Seliger Weihnachtszeit.
|: Alle aufjauchzen mit Einem Gesang, :|
Glocken mit heiligem Klang,
Klingt doch die Erde entlang!



Text: Friedrich Wilhelm Kritzinger (1816 - 1890)

Melodie: nach einem thüringischem Volkslied
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Vom Himmel hoch



Vom Himmel hoch, da komm' ich her.
Ich bring' euch gute neue Mär,
Der guten Mär bring' ich so viel,
Davon ich sing'n und sagen will.

Euch ist ein Kindlein heut' gebor'n
Von einer Jungfrau auserkor'n,
Ein Kindelein, so zart und fein,
Das soll eur' Freud' und Wonne sein.

Es ist der Herr Christ, unser Gott,
Der will euch führ'n aus aller Not,
Er will eu'r Heiland selber sein,
Von allen Sünden machen rein.

Er bringt euch alle Seligkeit,
Die Gott der Vater hat bereit,
Daß ihr mit uns im Himmelreich
Sollt leben nun und ewiglich.

Lob, Ehr' sei Gott im Höchsten Thron,
Der uns schenkt seinen eig'nen Sohn!
Des freuen sich der Engel Schar
Und singen uns solch neues Jahr.


Martin Luther (1483 - 1546)
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